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27.12.2005

Die Liturgie - Quelle für unser geistliches Leben und Wachsen

Die Predigt Papst Benedikts XVI. in der Mitternachtsmesse zum heurigen Weihnachtsfest ist ein Musterbeispiel dafür, wie uns Christen die Liturgie zur heilsamen und wirksamen Nahrung für unser geistliches und in der Folge menschliches Wachstum werden kann.

Allzulange war die Liturgie der Kirche ein Spezialgebiet für Eingeweihte oder ein schöner Ritus zur Sinnstiftung oder zur Markierung von Lebensabschnitten oder Jahreszeiten. Der Hl. Vater führt uns in seiner tiefen und authentischen Frömmigkeit zur Quelle und erschließt sie einem jeden, der dazu bereit ist und nach "gesunder Nahrung" Ausschau hält.

Hier sei nur der Anfang der Predigt zitiert, um zum Weiterlesen neugierig zu machen:

Petersdom Samstag, 24. Dezember 2005

„Der Herr sprach zu mir: ‚Mein Sohn bist du; heute habe ich dich gezeugt.” Mit diesen Worten aus dem Psalm 2 eröffnet die Kirche die Mitternachtsmesse zu Weihnachten, mit der wir die Geburt unseres Erlösers Jesus Christus im Stall zu Bethlehem feiern. Einst hat dieser Psalm dem Krönungsritual der Könige von Juda zugehört. Das Volk Israel wußte sich durch seine Erwählung in besonderer Weise als Gottes Sohn, als von Gott angenommen. Der König war nun die Verkörperung dieses Volkes, und seine Erhebung auf den Thron war so ein feierlicher Akt der Adoption durch Gott selber, durch den er irgendwie in das Geheimnis Gottes selbst einbezogen wurde. In der Nacht von Bethlehem haben diese Worte, die stets mehr Ausdruck einer Hoffnung als gegenwärtiger Wirklichkeit waren, einen neuen und unerwarteten Sinn angenommen. Das Kindlein in der Krippe ist wirklich Gottes Sohn. Gott ist nicht ewige Einsamkeit, sondern ein Kreis der Liebe in Hingabe und Zurückschenken: Vater, Sohn und Heiliger Geist...... (weiter geht es hier)

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